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Das in den Ursprungsjahren der voestalpine AG errichtete Umspannwerk Hütte Süd musste renoviert und erneuert werden, darunter auch die gesamten Glasfassaden des Gebäudes. Dabei war es ein Wunsch des Bauherrn, den Glasanteil an der Südostfassade auf Grund der Vermeidung von Überhitzung und zu großem Lichteinfall zu vermindern. Um auf die Großform, dem Gebäude entsprechend zu reagieren, kam eine möglichst gleichmäßige, in vertretbarer wirtschaftlicher und technischer Größe gewählte Unterteilung der Glas- bzw. Paneelformate zur Anwendung. Durch diese pragmatische Formensprache wurde zurückhaltend, auf das mit einem Sichtziegelmauerwerk versehene Gebäude reagiert.
Insbesondere auf Grund der Umwelteinflüsse, welche in diesem industriellen Bereich der Stadt vorherrschen, war es wichtig, einen Werkstoff auszusuchen, welcher sich durch Wartungsfreiheit und Langlebigkeit auszeichnet. Die Wirtschaftlichkeit, Formgenauigkeit, und wählbare Oberflächengestaltung,insbesondere in der Farbe, gaben zusätzlich den Ausschlag, den Werkstoff Aluminium zu wählen. Dies betraf die gesamte Pfosten-Riegel-Konstruktion, die Fensterkonstruktionen und die Paneele, welche alle in wärmegedämmter Ausführung zur Anwendung kamen.
An der Nordostfassade lässt die großflächige, gleichmäßig aufgeteilte Glasfassadenunterteilung den Blick auf die Konstruktion des Gebäudes zu. Die klare Struktur des Gebäudes wird dadurch von außen her sichtbar, was den industriellen Charakter noch zusätzlich unterstreicht. Die Paneele bilden den Anschluss zum bestehenden Mauerwerk, fangen die Ungenauigkeiten in der gleichmäßigen Rasterung auf und binden diverse Lüftungen und Überlandleitungen ein.
An der Südostfassade wurden dem Wunsch der Bauherren, auf Reduktion der Glasflächen entsprechend, in die großen Mauerwerksöffnungen optisch schwimmende Paneelfelder eingesetzt. Durch die Glasumrandungen sollen diese großen, geschlossenen Flächen den entsprechenden Abstand zum bestehenden Sichtziegelmauerwerk erhalten und die ursprünglichen Maueröffnungen gut erkennbar lassen.
Dies zeigt sich auch im Detail, in dem die Anschlussbleche so gekantet wurden,dass eine umlaufende Schattennut den Übergang zwischen ALT und NEU herstellt. Der dadurch gebildete Hohlraum bietet Platz für diverse Installationen, welche für die behördlich vorgeschriebene Brandrauchentlüftung in Form eines durchlaufenden Fensterbandes im oberen Abschluss notwendig waren.
Der Mehrwert der zuvor beschriebenen Materialanwahl kommt dem Nutzer auch dadurch zu Gute, dass die Wartungsfreiheit und der damit verbundene Entfall von Instandhaltungsarbeiten wirksam wird. Bei einer Reparatur in einem Bereich müssten auf Grund der Gefahren durch den Starkstrom große Bereiche abgeschaltet werden, was wieder zu logistischen Problemen führt.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass durch die gewählte Konstruktionsund Materialwahl der Bauaufgabe in einfacher Form entsprochen werden konnte. Die am Markt befindlichen und geprüften Erzeugnisse bieten darüber hinaus die benötigte Funktionsfähigkeit und Sicherheit bewährter Systeme.





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